Am 6. und 7. September fand im "Heizhaus" ein ganz besonderes Fest statt, die
Licaon feierte als älteste betriebsfähige Dampflok ihren 150ten Geburtstag.
1851 für die "Kaiser Ferdinand Nordbahn" als Lok Nummer 49 gebaut, hatte sie ein
bewegtes Leben. Bereits nach 15 Jahren in eine Tenderlok umgebaut, erhielt sie
dabei auch einen Satteltank um als Verschublok Dienst zu tun. Bei der kkStB und
BBÖ machte sie als 289.10 ihren Dienst. Danach kam sie zur Stiegl Brauerei. Nach
langen Jahren am Sockel vor dem Linzer Bahnhof wurde sie für die 150 Jahrfeier
aufgearbeitet uns steht seither im Heizhaus.
"Joe" hat sich als Stammlokführer der Licaon entsprechend herausgeputzt und
wartet mit ihr ungeduldig im Schuppen.
Als Gratulanten sind Loks aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei gekommen,
die GKB 671 ist leider Zuhausägebleiben. Sogar der Adler ist aus Nürnberg
angereist.
Zuerst möchte ich die Gäste vorstellen.
Die aus Tschechien angereiste 310.433, ehemalige MAV Klasse XII Baujahr 1896.
Die 310.093 ex kkStB Reihe 97, Baujahr 1901, fast ein junger Hupfer in dieser
Runde, kommt aus der Slovakei.
Die ungarische 269 der MAV, ehemals Klasse III aus dem Jahre 1870, die
zweitälteste der Betriebsfähigen hier. Bei Sigl wurde diese Maschine gebaut, bei
der kkStB hießen diese Loks Reihe 34.
Auch der Adler läuft sich warm. Dies ist eine betriebsfähige Replik aus dem
Jahre 1935 der 1835 gebauten Lok. Der Adler ist erstmals in Wien.
Dann gehen die Schuppentore zu und die Loks paradieren einzeln an der Menge
vorbei.
Als erstes die beiden 310er, 310.093 und 310.433
Dann zieht der Adler mit seinem Zug vorbei.
Dann zwei Schmankerln, die "Ajax", ebenfalls für die KFNB gebaut und die "Steinbruck".
Lange Jahre waren diese Maschinen nicht mehr zu sehen, weil sie im technischen
Museum irgendwo verräumt waren.
Die ungarische 269
Es ist soweit, der Auftritt der "Licaon" mit einigen schönen Güterwagen.
Nochmals zieht die Licaon vorbei, diesmal im Stiegl Outfit.
Die Maschinen stellen sich einzeln zum Gruppenbild auf.
Die Schlussformation vor dem Heizhaus.
Dann gibt es Gelegenheit die Maschinen aus der Nähe zu betrachten.
Besonders interessant die beiden lange nicht gezeigten Veteranen. Sie werden im
Heizhaus eine neue Unterkunft finden.
Herrlich auch der "Adler", extra aus Nürnberg angereist. Die stolze Besatzung
wurde nicht müde sich immer wieder dem Publikum zu präsentieren.
Mein besonderer Favorit, die ungarische III. Eine Augenweide diese bestgepflegte
Maschine.
Ein gelungenes Fest zu einem besonderem Anlass. Hoffentlich finden sich noch
viele.
Wie immer fällt die Bilderauswahl schwer. Alle 86 Bilder finden sich im "Bilder
Archiv 6"