Zu den wohl herausragensten Erlebnissen gehört die fahrt mit der DFB,
Dampfbahn Furka - Bergstrecke. Bereits bei der Anreise über Andermatt kommt man
erstmals in Kontakt mit den Schweizer Schmalspurbahnen.
Auf den Zahnradabschnitten werden unglaubliche Steigungen gefahren, in der Ebene
mit Adhäsionsantrieb höhere Geschwindigkeiten.
Zug 1 wird soeben bereitgestellt.
Eine herrliche Maschine, 1914 erbaut, 1947 nach der Elektrifizierung nicht mehr
benötigt und nach Vietnam verkauft, 1993 rückgeführt und aufgearbeitet.

So sitzt man in der Ersten Klasse für 120 Sfr, aber auch die 2. Klasse ist
wie alle Wagen vorbildlich restauriert und gepflegt.
Abfahrt, vorbei am Depot über die Willerbrücke, einige kurze Tunnel,..
..die berühmte Steffenbach Brücke, die im Winter abgebaut wird, da sie immer
wieder von Lawinen zerstört wurde, kommt so schnell, das ich als streckenunkundiger, nur mehr einen Nachschuss hinkriege.
Weiter geht es steil bergan, auf dem Steinstafelviadukt sind noch 2 Masten der Oberleitung
übrig geblieben. Nach Eröffnung des 15 Km langen Furka Basistunnels war die Bergstrecke
überflüssig und wurde stillgelegt.
Die Station Furka ist erreicht, 2160 Meter über dem Meer, der höchste Punkt
der Fahrt.
Die Lok kuppelt ab,..

..und wird gedreht, natürlich manuell.
Die Talfahrt erfolgt Tender vorrann.
Wir sind durch den Furka 1,9 Km langen Scheiteltunnel, er haucht noch den Rest der Rauches
aus.
Dann erblicken wir den traurigen Rest des Rhone Gletschers, vor 80 Jahren war er
noch 6 Km länger.
Die Endstation Gletsch kommt in Sicht, hungrige blechen 25 Fränkli für eine
Bratwurst mit Pommes und 12,50 für einen Tee mit Rum. Na ja, schön happig auch
für 2100 Meter Seehöhe.
Nun erkennen wir auch warum in der Station Furka gedreht wurde, die Drehscheibe
wird erneuert. Wahrscheinlich aber eher um immer optimalen Wasserstand im Kessel
zu haben.
Die Station ist über eine Brücke über die Rhone zu erreichen.
Hier sind sehr schön die beiden Zahnräder zu sehen.
Nun kommt auch schon Zug 2 in Sicht, er ist eine Stunde später abgefahren. Im Näherkommen erkennt man die Steilheit der
Strecke, bis zu 118 Promille.
Lok 9 fährt nochmals zum Scheiteltunnel. Vorsichtige Einfahrt in die
Zahnstange, diesmal hat sie ja leichtes Spiel mit nur einem Wagen.
Lok 1 macht sich indes bereit für die Rückfahrt, die Wasservorräte werden
aufgefüllt.
Dann ist Lok 9 schon wieder zurück vom kurzen Ausflug zur Station Mutterbach
Belvedere.
Indes ist bei Lok 1 auch schon genug Wasser drin. Schön kalt, direkt von der
Rhone.
Passagiere und Zug sind bereit zur Rückfahrt.
Die Biker treten zu Hunderten auf, diesmal heißt es warten. Die Biker sind
übrigens eine echte Nervenstrapaze bei der fahrt über die Pässe.
Kurze rast auf der Station Furka, vor der Talfahrt. Nochmals legt der Heizer
prüfend die Hand an die Lager. Übrigens geht der Lokführer die Talfahrt etwas
zu schwunghaft an, wir fahren die ersten 300 Meter so schnell, das am letzten
Wagen etwas am Zahnrad draufgeht, das entsetzlich scheppert für den Rest der
Fahrt.
Diesmal erwische ich die Brücken rechtzeitig, was aber auch schon das Ende der
Fahrt bedeutet.
Noch ein paar Impressionen der herrlich gepflegten Loks, eine richtige Augenweide.
Bei der Abreise können wir noch einen letzten Blick auf die "Dampfbahn
Furka - Bergstrecke" werfen.
Wie immer kann ich hier nicht alle Bilder zeigen. Alle 150 Bilder sind im "Eisenbahn
Bilder Archiv" 5 zu sehen. Darunter auch ein schöner Dampftraktor,
sowie die Postkutsche über den St. Bernhard.