Wo soll man hier beginnen? Ca. 40 Loks stehen in einer sauberen,
lichten Halle auf Hochglanz poliert. Verschiedenste Epochen, diverse Bahngesellschaften
wie MIDI, NORD, PLM, PO,..
Gleich beim Eingang steht die wohl älteste, die Sezanne 111, eine Lok System
"Patentee" von Stephenson. Gebaut 1845 also 12 Jahre nach Stephensons
Patent.
Aber als Österreicher interessiert einem vor allem diese Lok:
Wilhelm Frh. von Engerth, Zentraldirektor der ö.-ungar.
Staatseisenbahngeselschaft konstruierte 1853 die erste Gebirgslokomotive für
die Semmeringbahn. Diese am Semmering nicht so erfolgreiche Konstruktion
(ursprünglich waren noch die Tenderachsen über eine Kette angetrieben) wurde
aber abgewandelt von den französischen Eisenbahngesellschaften Nord, Est, Midi
beschaft. Die MIDI 312 wahr bis 1938 im Einsatz. Hier gezeigt in
Ursprungsausführung.
Interessant auch für diese Zeit wuchtig wirkende "Crampton" Lok
"Le Continent" der Paris-Strassbourg Bahn Baujahr 1852.
PO 121 Serie 340, Baujahr 1876. Kessel, Dom, Zylinder sind messingverkleidet.
Noch nie habe ich so viel Buntmetall an einer Lok gesehen.
Frankreichs erste 4 Zylinder Verbundmaschine, Baujahr 1885, ursprünglich mit
Einzelachsantrieb, später mit Kuppelstange verbundeneTreibachsen.
Nord 221, Serie 2670, 4 Zylinder Verbundmaschine. Die de Glehn Steuerung verhalf
dem Paris-Lyon Express anno 1906 100Kmh.
MIDI 1324, Baujahr 1905
Noch 2 PO Loks, links die Po 5452, gebaut 1905 von SLM Winterthur, rechts Frankreichs
erste Pacific.
Eine 1946 schon an die SNCF gelieferte amerikanische Baldwin Lokomotive.
Dies war nur eine kleine Auswahl, mehr gibt es im "Eisenbahn
Bilder Archiv 6"